Aus der SichtNachbericht

Österreichische U20 Poetry Slam Meisterschaften 2016

Der Vize Meister berichtet ...

Ich beginne mit meiner Geschichte und unserem Wochenende am Freitag den, 11. März als ich um etwa 16.45 Uhr unser Festivalzentrum, das Cuntra (die Kunsthure) aufsuchte. Als ich die warme Stube betrat, wurde ich von einem äußerst motivierten Mario (er war so motoVIERT, dass er schon fast motiFÜNFT war – okay ich verspreche keine schlechten Wortspiele mehr) in Empfang genommen und fest geknuddelt wurde. JA, wir Slammer knuddeln gerne. Ich machte es mir erst mal bequem und nach und nach trudelten die restlichen der 18 Poeten und Poetinnen in die Cuntra ein. Nach einer etwas peinlichen Begrüßung und nachdem wir uns vorgestellt hatten, startete auch schon die Auslosung der Startnummern fürs Halbfinale und die Stimmung begann zu brodeln.
Nun da die Startnummern gelost waren, war es endlich an der Zeit nervös zu werden und ein Großteil von uns machte sich unter der Führung von Dandy auf den Weg ins TaO (Theater am Ortweinplatz), das Kolosseum, wo die Spiele der 3ten Österreichischen U20 Poetry Slam Meisterschaften stattfanden. Wir quartierten uns im Proberaum des TaO ein, das uns netterweise als Rückzugsort zur Verfügung gestellt wurde. Mit eigenem WC – ich kam mir vor wie ein VIP (Very Important Pisser – ja tut mir leid). Nachdem jeder von uns gefühlte 3 Liter Makava und Mineralwasser exte und unser persönliches WC in Augenschein genommen hatte, näherten wir uns immer mehr dem Höhepunkt des heutigen Abends – so dachten wir zumindest.

Halbfinale und Cover Slam

Lukas Hofbauer

Yannick und Flo begleiteten sowohl das Publikum als auch uns Poeten durch die erste Runde des Halbfinales. Mona und Mario übernahmen die Spätschicht und führten uns mit gewohntem Entertainment durch die zweite Hälfte des Abends. Danach begaben wir uns wieder zurück ins Cuntra. Diesmal führte ich eine kleine Gruppe an und ich schwöre, hätte ich nicht die Hilfe von einem tapferen jungen Mann, der an meiner Seite kämpfte, bekommen, würden vier Slammer heute noch ziellos im Stadtpark umherirren. Letzten Endes schafften wir es noch rechtzeitig zum Cover-Slam, dem tatsächlichen Höhepunkt des Abends und was soll ich sagen. Ihr habt etwas verpasst! Das waren – angefangen von unserem Moderator, über die Poeten und Poetinnen bis hin zu ihren Texten, die sie auswählten – mit Abstand der geilste Slam, dem ich in meinem bisherigen und wie ich feststellen musste, armseligen Leben beiwohnen durfte. Gewonnen hat Elias Hirschl, obwohl dieser nicht anwesend war und deshalb in der Vorrunde ausschied. Man sieht also, nur Elias gelingt so etwas. Auch noch einmal Glückwunsch von meiner Seite! Der dritte Platz bekam als Preis eine Jagdausrüstung (Fliegenklatsche), der 2te Platz ein candle light dinner (eine Packung Suppe von Knorr mit einem Teelicht) und der Gewinner eine Spritztour in einem Auto (ein Spielzeugauto in die Hand gedrückt und ein paar Spritzer aus einer Wasserflasche). Tatsächlich waren Tereza, Adina und Ulli im Finale und haben sich die drei Plätze unter sich ausgemacht.

Finaaaale

Am zweiten Abend war die Stimmung am Kochen. Moderiert hat niemand Lukas Pokahlgeringeres als Monsieur Mario Tomic mit dem Grazer Slim Shady des Poetry Slams, Yannick Steinkellner. Nach einem Finale, das in die Annalen der Geschichte einging, begann das Stechen der noch 3 übriggebliebenen Slammer, welches Ksafa Weidenroder für sich entscheiden konnte. Oh Yeah!! Helene Ziegler belegte mit 42,0 Punkten den dritten Platz. Ich lag mit 42,5 Punkten in der Mitte des Sandwiches und habe mich zu guter letzt am allermeisten über diese 2 wundervollen Tage mit all den Poeten und Poetinnen sowie den MC’s, die uns begleitet haben, erfreut.
Zurück im Cuntra wurde hart gefeiert: mit Cranberry Saft und die schon über 18-Jährigen kippten sich Apfel-, oder wenn sie ganz gut drauf waren, auch mal frisch gepressten Orangensaft hinter die Binde. Und ich, ich hatte erstmals die Chance alle Anwesenden mit meinen heimlich trainierten Tanzmoves zu beindrucken. Und ja, ich tanze so peinlich wie sich das Wort Tanzmove anhört.
Ich hoffe, dass es den anderen Teilnehmenden genauso gut gefallen hat, sie genauso viel Spaß hatten und ich möchte mich abschließend nochmal bei Mario Tomic, Yannick Steinkellner, Mona Camilla und Florian Supé für die Organisation bedanken. Ihr habt es wirklich geschafft das Wochenende unvergesslich zu gestalten. Chapeau.

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