Nachbericht

Das war … SlamIYC 25092015

SlamIYC TeilnehmerDas war ein großartiger Abend, ein genialer SlamIYC!!!
Gesellschaft leistete uns Patrick Salmen, deutschsprachiger Meister 2010 als „feat. Poet“, gewonnen hat unser Gast aus Wien … und begeistert haben uns diesmal vor allem die vielen, hochtalentierten Newcomer!!!

… with a little help from my friends
Aber von Anfang an: Nana übernahm die Abendkassa, Nicole hatte den Bücher- und Infostand über und Dea unterstützte mich auf der Bühne!!
Auf der Bühne? Ja. Richtig. Da ich mit der Organisation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, dem Sponsoring sowie dem Gründen eines Vereines oder auch den Slammertreffen unterfordert bin … räusper … dachte ich, ich versuche es mal mit Moderation. Fazit: Kopfrechnen üben!!!

Positiv: Dea und ich sind uns einig, wir haben ein abstraktes Kunstwerk erschaffen! Ihr könnt euch selbst davon überzeugen – siehe Bild links. Wobei mir sogleich ein passender Satz zu unserem neuen Werk einfällt: „Wohin nur mit all den kreativen Menschen?“

Euphorie, Euphorie
Euphorisch waren wir bezüglich unserem „special guest“ Patrick Salmen, dem feinen Herrn aus Dortmund. Dieser Mann hält tatsächlich was er verspricht! Es war mir/uns eine Ehre ihn in Klagenfurt auf die Bühne zu bitten. Highlight: es gibt jetzt einen neuen Text von Patrick Salmen – und zwar folgenden:

Ein kleines rustikales Hotel in Klagenfurt. An der Rezeption sitzt eine ältere Dame und liest die Tageszeitung.
Ich: „Entschuldigung, dürfte ich bitte das W-Lan-Kennwort haben?“

Sie: „Was für ein Ding?“
Ich: „Ich müsste mal kurz ins Internet.“
Sie: „Oh, der feine Herr. Sie kommen wohl aus der Großstadt.“
Ich: „Tut mir leid.“
Sie: „Sind Sie ein Hacker? Mein Enkel macht so etwas auch.“
Ich: „So in der Art. Ich müsste kurz meine Mails lesen.“
Sie: „Am heiligen Sonntag? Wo kommen wir denn da hin? Ich mach uns zwei Hübschen jetzt mal einen Kaffee und dann sehen wir weiter. Internet gibt’s hier jedenfalls nicht. Aber wenn ich Sie für eine Runde Mau-Mau begeistern könnte…“
Ich: „Wenn Sie Zeit haben.“
Sie: „Sehen Sie sich mal um. Sie sind der einzige Gast. Natürlich habe ich Zeit.“

Eine Stunde und ca. zwanzig Partien Mau-Mau später.

Sie: „So, ich gebe Ihnen jetzt mal das W-Lan-Passwort.“
Ich: „Jetzt also doch?“
Sie: „Sie sind hier in Kärnten und nicht auf dem Mond. Ich hätte es Ihnen auch früher gesagt, aber dann hätten Sie wohl kaum mit mir Mau-Mau gespielt. Ich muss auch sehen wie ich hier den Tag rumbekomme.“
Ich: „Sie sind ein Fuchs. Morgen um dieselbe Zeit?“
Sie: „Wenn Sie bis dahin ein bisschen üben. Ich hatte schon bessere Gegner.“

Was soll ich sagen? Frau K. vom Cityhotel Ratheiser ist einfach der Hammer!! … oder die Axt?

Slamfonie
Beim Slam selbst traten ein dutzend Slammer an. Unser ganz persönlicher Grazer „Superstar“ Mario Tomic hat diesmal die Niete gezogen – Startplatz Nummer eins. So sorry! Dafür unterhielt er backstage die Leute und gab den Newcomern auch ein paar gute Tipps! So nice!
Die Köttmannsdorferin Karin Zedlacher ließ „Ruzi Putzi“ zur Stunde zuhause – und machte uns zur Abwechslung mit der symphatischen „Frieda“ bekannt.
Ein weiterer Höhepunkt waren – wie gesagt – die Newcomer. Precious Sho aus Graz stand vor diesem Abend erst einmal auf der Slam-Bühne, einer U20-Slam-Bühne und gewann diesen sogleich. Beim Kärntner Sebastian Kokesch hätte man niemals vermutet, dass es sein erster Poetry SlamIYC war. Aber am meisten begeisterte die 17-jährige Villacherin Maria Pussig, die das Finale um einen Punkt versäumte.
Seit zirka einem Jahr dabei, sind die „jungen Wilden“: der Villacher Philip Warmuth, die Grazerin Trisha Radda, die Seebodnerin Estha Sackl (4. Platz) und der Klagenfurter Lukas Hofbauer (3.Platz). Dagegen ist Rebekka Scharf aus Klagenfurt schon ein „alter Hase“ auf der Slam-Bühne. Routiniert und seit Anfang an dabei ist die wunderbare Mieze Medusa aus Wien (2.Platz), die wesentlich zur Etablierung des Poetry Slams in Österreich beigetragen hat. Ein absoluter (Wort-)Profi ist auch der Wiener Simon Tomaz, der mehr als verdient, den Po-Kahl mit nach Hause nehmen durfte!
Wir gratulieren ALLEN SlammerInnen zu ihrer hervorragenden Leistung – und hoffen euch bald wieder in Klagenfurt willkommen heißen zu dürfen!!!

Danke!
Ich komme nicht drum hin, mich zu bedanken. Und zwar bei allen, die mich dabei unterstützen, dieses beeindruckende, aber auch bedeutungsvolle Kulturformat in Klagenfurt bzw. Kärnten umzusetzen. Dazu zählen zum einen die STW Klagenfurt, die Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt, wie auch des Landes Kärnten, aber auch viele einzelne Helferlein! All das wäre vergebens, hätten wir keine Zuschauer. Insofern ein großes DANKE an jeden Einzelnen aus dem Publikum!!! Danke fürs Kommen, für die aktive Teilnahme und das Weitertragen der Euphorie! Erst, wenn jede/r KärntnerIn weiß, was Poetry Slam ist – habe ich mein Ziel erreicht!!!
(Anmerkung: man muss sich hohe Ziele setzen 😉 )

Fotos zur Veranstaltung findet ihr hier. Copyright: Contralux Klagenfurt

P.S. Wie Trisha Radda den SlamIYC-Abend empfunden hat, erfahrt ihr hier.

Was meinst du?